dresden hepkestraße
mehrfachbeauftragung (2011)
erarbeitet im angestelltenverhältnis im
planungsbüro uta schneider
auf einer brachfläche an der hepkestraße im stadtteil gruna wurde im rahmen einer konkurrierenden mehrfachbeauftragung ein neues wohnquartier entworfen. die Fläche ist von sehr heterogener bebauung umgeben.
als entwurfsmotiv dienen drei in die fläche eingeordnete höfe, die sich an den vorhandenen raumkanten orientieren und zugleich untereinander räumliche bezüge aufbauen. die hofflächen sind als ‚harte‘ flächen orte für kommunikation, aufenthalt, bewegung und begegnung. pflaster und holzdecks werden von felsenbirnen beschirmt, kleine rasenflächen laden zum sitzen ein. die einzelnen gebäude sind alle von den jeweiligen hofflächen aus erschlossen. als außenseite dient eine ‚wilde‘, grüne fläche, die die höfe umgibt. hier wachsen bäume und sträucher, stehen wiesenblumen und zwitschern die vögel. irgendwo windet sich ein trampelpfad.
auch die gebäude selbst sind mit zwei seiten konzipiert: nach außen ermöglicht eine lochfassade mit großen, tief eingeschnittenen, farbig gefassten freisitzen individuelle zurückgezogenheit und erholung, während zum hofinneren offene, transparente fassaden mit großflächigen balkonen der nachbarschaft zugewandt sind.
die einbindung des neuen quartieres in das stadtgefüge soll im entwurf durch das etablieren starker blickbeziehungen nach norden und nordosten hin zum fernsehturm und zu den elbhängen befördert werden. somit kann die räumliche abgetrenntheit der fläche überwunden und das gebiet in dresden verortet werden. daher ist ein wesentliches entwurfselement die höhenentwicklung des quartieres, um so angenehme, kleinräumige situationen zu schaffen.



